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Blackfield Festival war FETTTTTT!!!

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Backstage
Posted 20 Januar, 2010 by Spike

Der Backstage Bereich. oder kurz: Backstage

<o:p></o:p>Für viele Fans wohl der Inbegriff des Paradieses. obgleich sie ihn noch NIE gesehen geschweige denn betreten haben, lösen die Worte: "ey, willst backstage?"
bei vielen Fans sehr wohl Verzückungen und Tränen in den Augen aus.

Mitunter versuchen gut aussehende Frauen (oder welche die sich dafür halten), Crew oder Musiker (zuweilen auch schon mal Fotografen oder den Typen der die Getränke auffüllt) davon zu "überzeugen", dass sie doch unbedingt Backstage müssen...
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Aber was IST der Backstage Bereich denn nun eigentlich?

<o:p></o:p>Eigentlich das, was das Wort schon aussagt: der bereich HINTER der Bühne (stage).
Ein Bereich in dem sich die Künstler umziehen, essen und gelegentlich auch das eine oder andere Gläschen zuviel genießen, bevor sie auf die Bühne gehen, oder meist nachdem sie von der Bühne kommen.

<o:p></o:p>Kommen wir zu der Vorstellung des Fans zurück:

<o:p></o:p>Der Backstage Bereich,
der Bereich, in dem sich IHR Star aufhält. Wo er mit noch viel viel mehr Stars (die höchst wahrscheinlich alle zu besuch da sind) ausgelassen feiert, sich voll stopft mit den schönsten Leckereien die man sich vorstellen kann, wo Bier, Wodka oder sonst was in nie versiegenden Ausmaßen vorhanden sind, und man sich natürlich nach dem Gig wild betrinkt, ausgelassen feiert.
Und natürlich gibt’s dort auch jede menge Frauen, die immer willig sind und zuweilen strippen.( weshalb sich vielleicht die zuvor erwähnten Frauen gerne einreihen wollen)

<o:p></o:p>ok ok, zurück zur Realität:

Fangen wir bei den Räumlichkeiten an:

<o:p></o:p>VOR DEM GIG
<o:p></o:p>Meist ist der Backstage Bereich ein abgetrennter Teil hinter der Bühne (evtl. sogar mit separaten Räumen für jede einzelne Band) oder aber auch nur eine durch einen Vorhang getrennte "Behausung" direkt hinter der Bühne.

Da VOR unserem Künstler dort auch schon jede menge anderer Künstler waren, sind die Wände entweder beschmiert, versifft- oder beides, von brechgrüner oder ...gelber Farbe oder in einem tristen rot, das jeden, der länger als 10 Minuten dort verweilt aggressiv macht.

Ausgestattet meist mit einer Couch aus den 30igern oder nur ganz simpel mit einem knallroten Sofa in dem mehr Tiere wohnen als im Münchner Zoo.
Die Headliner bekommen dort den exklusivsten und schönsten Raum (wobei schön in diesem Zusammenhang nicht automatisch für Whirlpool oder selbst nur ansehnlich steht)

Je weiter unten man in der Bandhierarchie ist, desto weiter unten auch in der Hierarchie der Backstage-Raum-Verteilung. Was die vor vor vor Band durchaus dazu veranlasst,
diesen Bereich wirklich NUR zum abstellen ihrer Instrumente zu nutzen und sich ansonsten im Publikum aufzuhalten.

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Wer schon mal auf eine Bahnhofstoilette oder auf einem Autobahnparkplatz war, der wird sich somit sicher vorstellen können, wie meist die gegebenen Örtlichkeiten im Backstage aussehen.

Sofern sie allerdings NICHT von vornherein so aussehen (was durchaus öfter der fall ist) hat sich das spätestens nach Anreise der kompletten Crew und Bands (meist 3 oder 4) erledigt. Man stelle sich vor, 1-2 Toiletten, die von ca 20-30 Mann genutzt werden, innerhalb kürzester zeit...

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NÄHER wollen wir da dann doch nicht drauf eingehen.

Nachdem wir die Örtlichkeit also besprochen haben, widmen wir uns dem Catering... des Künstlers Brot ist schließlich NICHT NUR der Applaus und eine mal mehr oder weniger anspruchsvolle Gage, sondern essen muss er schließlich auch.

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Das Catering variiert selbstverständlich, wie alles andere auch, immer von Location zu Location, bzw. von Veranstalter zu Veranstalter.

Bei größeren Events gibt es doch mehr oder minder anständiges, sättigendes essen, es kann aber auch vorkommen, dass die Verköstigung sich auf belegtes Wurstbrot oder den Pizzaservice beschränkt, oder die Musiker sich nach Sichtung GLEICH für den Mac Donalds um die Ecke entscheiden, weil man nicht riskieren möchte, den Rest der Tour wegen Magenverstimmung absagen zu müssen.

das 2te Catering:

hier ist das flüssige Catering gemeint.

Natürlich gibt es Alkohol. Meist bevorzugen die Künstler allerdings Wasser denn besoffen von der Bühne fallen wird von den Fans größtenteils NICHT als super Showeinlage betrachtet (Volksmusiker und death-grind-schiessmichtot-metal Musiker mal ausgenommen)

Wenn überhaupt dann gönnt sich der durchschnittliche Künstler mal ein Bier oder eben hauptsächlich Wasser (bei den Sängern viel öfter TEE).
Denn schliesslich müssen sie ja noch 1-2 Stunden durchhalten und wollen auch Texte und Noten nicht vergessen.

Der Crew geht es da ähnlich, denn diese muss ja nach dem Gig das Zeug auch wieder von der Bühne in den Bus schaffen.

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Nach dem Gig:

Die Räumlichkeiten sind durch die Benutzung der Crew, das hastige Klamottenauspacken, umziehen usw. einfach nur unansehnlicher geworden, je nach umfang der Band mehr oder weniger.

Das Catering ist meist weg, denn während des Auftritts hatte ja die Crew Zeit zum essen...

Der Sänger bevorzugt auch hier vorerst mal Wasser oder Tee.. da seine Stimme am folgenden Tag in einer anderen Stadt ja auch wieder das bringen soll, was sie verspricht.
Die Band wird, sofern es überhaupt eine gibt, als erstes Mal die Dusche benutzen, denn nach 1-2 stunden Bühnenshow schwitzt auch der bewegungssparsamste Musiker.

Danach werden Instrumente verstaut, die man natürlich nicht unbedingt grobmotorigen Stagehands anvertrauen möchte.
Wenn es dann nicht sowieso sofort in den Tourbus geht, weil man über Nacht in die 600 km entfernte nächste Stadt fahren muss, um am folgenden Abend wieder zu spielen, trinkt man noch ein oder zwei Bier oder entsprechende Getränke und muss sich ja dann auch kurz nach dem Auftritt in der Halle blicken lassen, um Autogramme zu geben oder einfach ein kurzes pläuschchen mit den Fans zu halten.

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Ein hier nicht zu nennender Musiker sagte unlängst:

Wenn man hier Mädels Backstage mitnimmt, die kommen NIE wieder.

Um es auf den punkt zu bringen:

Wenn euch jemand auf eine Party im Bahnhofsklo einlädt, würdet ihr hingehen?

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in diesem Sinne...

Spike
Mittelaltermarkt
Posted 20 Januar, 2010 by Spike

Der Mittealtermark erfreut sich immer mehr Beliebtheit in allen Kreisen. Ob jung, ob alt, ist irgendwo ein Mittelaltermarkt in der nähe, so MUSS man dort hin.

<o:p></o:p>Das mag daran liegen, das es durchaus etwas von Weihnachtsmarkt hat, mit dem Unterschied, das selbiger meist im Sommer stattfindet, kein Schnee sondern eher Matsch in ausreichender fülle vorhanden ist, weil Mittelaltermärkte oft auf freien Feldern stattfinden.
Glühwein gibt es auch nicht, dafür aber Met, wahlweise warm oder kalt. Und mit was man sich die Birne zuschüttet ist ja in dem fall egal, Hauptsache es gibt genug davon.

<o:p></o:p>Normalerweise kostet, im Gegensatz zum Weihnachtsmarkt, der Mittelaltermarkt Eintritt.
Dieser ist allerdings aufgeteilt in Eintritt für „gewandete“ und nicht „gewandete“
Kommt man also quasi verkleidet, kostet es weniger. Das wäre fast so, als gäbe es auf dem Weihnachstmarkt gratis Glühwein, wenn man im Elfen oder Nikolaus Kostüm kommt.

<o:p></o:p>Die normalen Besucher eines Mittelaltermarktes kommen NICHT gewandet, wollen bummeln und schauen was so geboten wird.
Aber, was wird denn geboten?

Die üblichen Stände, die Ramsch verkaufen und das meist zu überteuerten Preisen. Händler die zwar durchaus zum Thema passende Waren anbieten, die aber nichts desto trotz – Schund sind.
Zu Preisen, für die man im wahren Mittelalter an den Schandpfahl gestellt worden wäre.
Natürlich dürfen auch esoterische Waren nicht fehlen. denn wie jeder weiß, sind Mittelaltermarkt Besucher auch für solches Zeug zu begeistern.

<o:p></o:p>Der wohl größte Unterschied zum Weihnachtsmarkt besteht in der Sprache. Da wird mit IHRS und EUCHS nur so um sich geworfen, und auch der brave Familienvater fühlt sich sofort dazu berufen, in eine für IHN mittelalterlich klingende Sprache zu verfallen.
Der Euro wird kurzerhand zum “Goldrandtaler“ der biedere Familienvater zum „edlen Herren“ und seine Frau zur „holden Maid“

<o:p></o:p>Aber auf Märkten gibt es nicht nur Händler, sondern auch eigens dafür engagierte Gruppen von Rittern, Gauklern, Musikanten und dergleichen mehr.
Diese Gruppen strotzen nur so vor Detailverliebtheit, wohnen in Zelten, sitzen um ihre Lagerfeuer und versuchen, das Mittelalter zu leben. Diese Detailverliebtheit endet allerdings,
sobald das Handy keinen Strom mehr hat und man auf der Suche nach einer Lademöglichkeit ist, oder wenn es mal wieder in strömen regnet und man sich doch lieber in seinen Daunenschlafsack und die Isomatte kuschelt, oder gleich im Auto schläft, anstatt auf Zelt und Felle zurückzugreifen.

<o:p></o:p>Eine sehr wichtige Gattung sind die Musikanten.
Sie quälen ihr Publikum mit einer Mischung aus Dudelsäcken und Flötenklängen gemischt mit Trommeln und mal mehr oder weniger schönem Gesang.
Für den Veranstalter und die Getränkestände sind diese Gruppen sehr wichtig, da sie nach spätestens einer halben Stunde den Besucher dazu zwingen, hemmungslos dem Met zu frönen… denn nüchtern hält man das Gedudel auf dauer nicht aus.

<o:p></o:p>In diesem sinne: Frohe Weihnachten

Spike
Multimedia
Posted 20 Januar, 2010 by Spike

Frauentausch, Das Model und der Freak, Die Teeny WG, Richter Soundso, Talkshows.

Der multimediale geistige Holocaust ist in der heutigen Zeit so gut wie unerschöpflich.
Da treiben sich in Talkshows 23 jährige Mütter mit mindestens 4 Kindern rum, die nicht wissen von wievielen Vätern sie ihre
Kinder bekommen haben. Natürlich wird dem potentiellen Vater hoch und heilig versprochen, dass er der einzige sei,
und selbst nach einem negativen Vaterschaftstest fallen sie aus allen Wolken und können sich das Ergebniss einfach
überhaupt nicht erklären.

Mittlerweile flaut die Talkshow Manie allerdings schon wieder ab und von den unzähligen sind nur noch einige wenige
übrig geblieben, die uns mit immer wieder den gleichen Themen quälen. Eventuell gehen ihnen auch einfach die geistigen Tiefflieger
aus, was allerdings eher ein unwahrscheinlicher Grund sein dürfte.

Dafür haben sich die Medienanstalten weitaus "bessere" Formate einfallen lassen. Reality ist in.
Man will ja wissen, wie andere Menschen so ihr dasein fristen und natürlich ist der normale TV Konsument fest der überzeugung,
Reality TV zeigt auch wirklich das wahre Leben...

Die Volksverdummung kennt in heutigen Zeiten keine Grenzen. Aber warum auch ?
Solange die Quote stimmt, stimmen auch die Werbeeinnahmen und nur das zählt schliesslich. Dass solche Formate weiterhin ausgestrahlt werden,
hat demzufolge zweierlei Gründe:

1. Die Zahl der Hartz IV Empfänger, die sich diese geistige Euthanasie ansehen steigt stetig, und was kann es schöneres geben,
als auf der Couch zu sitzen, nichts zu tun, vom Staat dafür bezahlt zu werden, und sich dabei Dünnschiss TV anzusehen.

und

2. Die Zahl der Menschen, die sogar noch geistig ärmer zu sein scheinen, als diese, die sich diese Sendungen anschaun,
nämlich DIE, die dort auch freiwillig mitmachen, scheint auch nie zu schrumpfen.
Menschen die sich im Fernsehn zum Horst machen, in die tiefsten abgründe ihres selbst blicken lassen, und sich dabei noch
toll finden.

Was bewegt Menschen zu solch derart geistigem Seelstrip ?

Die oft zitierten 15 Minuten Ruhm für jedermann ?
Geld ?

Was auch immer es sein mag, sicher ist, dass die meisten solche Auftritte im TV früher oder später bereuen.
Von Hohn und Spott im Freundes- und Bekanntenkreis einmal abgesehen verhilft ein peinlicher Auftritt in Reality Shows
weder zu Ruhm und Ehre, noch zu einem gut gefüllten Bankkonto, geschweige denn zu einem gutbezahlten Job im Fernsehen.

Aber solche Sendungen haben auch ihr gutes, zumindest für EINE Gattung von Menschen.

Die, die es in ihrem Leben zu nichts aber auch garnichts gebracht haben, nichts können, nichts dazulernen und von der geistigen Qualifikation
höchstens dazu zu gebrauchen sind, bei der Post die Briefmarken anzulecken.
Gerade diese Menschen haben allzuoft das fast unstillbare Bedürfniss, im Mittelpunkt zu stehen.
Und genau dafür sind diese Shows nahezu perfekt.



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